Mittwoch, 28. Oktober 2009

Verantwortungsvolle Dienstplanung

Man mag sich bei dieser Meldung zu recht fragen, was Piloten alles machen, während sie fliegen.
Sonderlich plausibel erscheinen die ersten Angaben der Piloten jedoch nicht zu sein. Denn spätestens wenn man sich vergegenwärtigt, dass per Funk diese Maschine mehrfach angesprochen wurde, aber die Piloten nicht reagierten, stellen sich erhebliche Bedenken ein. Man mag auch gar nicht wirklich darüber nachdenken, wie es hätte enden können, wenn sich nun die betreffende Maschine auf Kollisionskurs mit einer anderen befunden hätte. Denn eins dürfte sicher sein, auch das wäre ihnen nicht aufgefallen.
Von ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein war das Verhalten der betreffenden Piloten jedenfalls nicht getragen.
Die beiden Piloten, die vergangene Woche 240 Kilometer an ihrem Ziel vorbeigeflogen waren und damit für Schlagzeilen sorgten, waren nach eigenen Angaben mit der Terminplanung an ihren Laptops beschäftigt und hatten deswegen den Zielflughafen übersehen.
Sie hätten mit ihrem Verhalten Vorgaben der Fluggesellschaft verletzt. Das geht aus einer Mitteilung der Nationalen Verkehrssicherheitsbehörde NTSB hervor, die nach dem aufsehenerregenden Vorfall Ermittlungen eingeleitet hatte.
Demnach deuten bisherige Untersuchungen und eigene Angaben der Piloten darauf hin, dass die beiden 53 und 54 Jahre alten Männer auf ihren Computern „Dienstplan-Prozeduren" checkten und dadurch so stark abgelenkt waren, dass sie ihr Ziel verpassten und über eine Stunde lang nicht auf Funksprüche reagierten.
Der Airbus A 320 der Gesellschaft Northwest mit 144 Passagieren und fünfBesatzungsmitgliedern an Bord war am vergangenen Mittwochabend in San Diego(Kalifornien) gestartet und sollte in Minneapolis (Minnesota) landen.
Quelle: news.msn

1 Kommentare:

Sebastian Rottmair hat gesagt…

Naja, der Verdacht ist ja, dass die Kollegen geschlafen haben ;-)

Nur dumm, dass sie die Terminplanung angegeben haben. Damit sind sie (im Gegensatz zum Schläfchen) ihre Lizenz sicher los.

Im Falle eines Schläfchens hätte es nur ein paar Wochen Zwangspause & eine ärztliche Behandlung gegeben...