Freitag, 27. Februar 2009

Besoffen in ein Polizeiauto gekachelt - Prost Mahlzeit!

Klassischer Fall für, dumm gelaufen....
Es bleibt für den Fahrer aber zu hoffen, dass der Schaden am Polizeiauto unter 750 Euro bleibt, da ansonsten ein Verfahren wg. § 315c StGB auf den Probanden warten dürfte.
In jedem Fall dürfte aber wohl § 316 StGB einschlägig sein, selbst wenn sich der Alkoholwert, nach der sicherlich durchgeführten Blutentnahme, niedriger als 1,1 %o herausstellen sollte und mithin keine absolute Fahruntüchtigkeit vorliegen würde. Denn spätestens durch den Auffahrunfall dürfte der Fahrer erfolgreich unter Beweis gestellt haben, dass er nicht mehr in der Lage war, das Fahrzeug sicher im Straßenverkehr zu führen.

Der mit Police-Pilot- System (PPS) zur Tempomessung ausgestattete Wagen war am Freitag gegen 11 Uhr auf der A 7 bei Hann. Münden unterwegs, als den Beamten ein Fahrzeug in Schlangenlinien auffiel. Als dem Fahrer mit Leuchtschrift und Anhaltestab Zeichen gegeben wurden, auf dem Verzögerungsstreifen zu stoppen, rammte er das Heck des Polizeiautos. Der Mainzer brachte es auf 1,24 Promille.
Quelle: göttinger-tageblatt.de
Es bleibt also letztlich nur der einzige Ratschlag, schleunigst einen Strafverteidiger aufzusuchen.

Die Auffassung eines Staatsanwaltes

Das die Staatsanwaltschaft nicht unbedingt immer einhelliger Meinung mit der Verteidigung ist, ist durchaus nichts ungewöhnliches und generell auch nicht schlimm. Dass aber ein Staatsanwalt in einer Sitzungspause, nachdem ein Verteidiger um Unterbrechung wegen eines unaufschiebbaren Antrages ersucht hatte, öffentlich äußert, dass man auch durchaus darüber nachdenken könne – und diesem Fall wohl auch nicht vollständig unkonkret –, die den Angeklagten beigeordneten Pflichtverteidiger entpflichten zu lassen, um dann andere Pflichtverteidiger beizuordnen, ist dramatisch. Denn so zeigt eine solche Äußerung mehr als deutlich, welch Geisteskind der Verfasser ist und welch mehr als bedenkliche Auffassung von der Rolle des Strafverteidigers, dieser Staatsanwalt hat.

Scheiße teuer - Täter schaffen Abhilfe

Scheiße teuer, wie es der Kollege Siebers zu recht bezeichnete, müssen es wohl auch die Täter in dem vorliegenden Fall empfunden haben, als sie sich das Objekt ihrer Begierde ausgesucht hatten.
Ungewöhnlichen Geschäften sind unbekannte Diebe in der Nacht zu Mittwoch in Göttingen und Bovenden nachgegangen. Sie stahlen jeweils Toiletten. Aus dem Vorgarten eines Wohnhauses am Lindenweg wurde unbemerkt ein blaues Dixi-Klo entwendet.
Quelle: göttingern-tageblatt.de

Göttinger Polizei stellt unschuldige Bankräuber

In der Printausgabe des Göttingen Tageblatts vom gestrigen Tage, konnte man mal wieder einer Meldung entnehmen, was passiert, wenn Zeugen zu aufmerksam sind und die Polizei, die Angaben eines Hinweisgebers nicht hinterfragt.

So geschehen in Groß Ellershausen, ein Stadtteil von Göttingen. Ein Zeuge rief, da er auf einem einsamen Feldweg zwei Männer in einem Kastenwagen sah, die Polizei an und teilte mit, dass diese maskiert seien und einen Fluchtplan dabei hätten. Folgende Meldung lief dann also bei der Polizei auf; zwei maskierte Männer vor der Bank. Das die Sitzbank gemeint war, blieb jedoch unerwähnt. Die Polizei macht also das, was bei einem vermutlichen - echten - Banküberfall üblich ist und stellte schließlich die beiden tatverdächtigen Männer.
Man sollte hierbei nicht unerwähnt lassen, dass zum einen dort in der Feldmark, wohl des öfteren Sitzbänke geklaut werden und zum anderen, dass das in Groß Ellershausen ansässige Kreditinstitut bereits einmal von einem echten Bankräuber heimgesucht worden war.

Glücklicherweise für die Betroffenen klärte sich dann aber das Missverständnis schnell wieder auf. Der Fluchtplan war ein topografische Karte und bei den beiden Männern handelte sich um zwei Mitarbeiter eines Ingenieurbüros, die beauftragt waren, Bodenproben zu entnehmen.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Rote Ampel stoppt Verfolger, zumindest kurzfristig

Ein 39 Jahre alter Autofahrer aus den Niederlanden ist am Dienstag bei Weeze tödlich verunglückt, nachdem er längere Zeit von der Polizei verfolgt worden war. Zeugen hatten die Beamten alarmiert, weil der Mann in Schlangenlinien und mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war. Der Versuch einer Streifenwagenbesatzung, den Niederländer zu stoppen, scheiterte. Er ignorierte nach Angaben eines Polizeisprechers eine Rot zeigende Ampel und konnte die Beamten kurzzeitig abhängen.
Quelle: abacho.de
Wenngleich der Ausgang tragisch war, so kann man dennoch feststellen, dass zumindest der Polizeibeamter, welcher den Streifenwagen lenkte, durchaus den geltenden Bedingungen der Straßenverkehrsordnung entsprechend, sich verhalten und an der roten Ampel angehalten hat.

Montag, 16. Februar 2009

Ehestreit bei Tempo 80 und doch kein Strafverfahren

Auch wenn sich dieses Ehepaar kräftig gestritten haben mag, war der Streit wohl doch nicht ernst genug, als dass die Frau einen anderen, durchaus auch denkbaren Geschehensablauf hätte schildern wollen.
So bleibt dem Mann zumindest das Strafverfahren erspart. Bedauerlicherweise, zumindest für seinen Verteidiger.
Nach einem heftigen Streit mit ihrem Ehemann ist eine Frau auf der Straße von Velten nach Borgsdorf nördlich von Berlin aus einem mit Tempo 80 fahrenden Pkw gesprungen. Nach Polizeiangaben vom Sonntag war die auf dem Beifahrersitz sitzende Ehefrau am Samstag so in Wut geraten, dass sie den Gurt löste, die Tür öffnete und sich aus dem Fahrzeug stürzte.
Ihr Mann stoppte den Wagen und fand die 33-Jährige bewusstlos im Straßengraben liegen. Rettungskräfte brachten die am Kopf verletzte Frau in ein Berliner Klinikum. Dort bestätigte die Frau den Unfallhergang, so dass ein Fremdverschulden ausgeschlossen werde.
Quelle: abacho.de

Wie gut, dass ein Auto nicht umfallen kann

Gut, spätestens seit dem spektakulären Elchtest wissen wir, dass auch Autos einfach so umfallen können.
Im vorliegenden Fall dürfte das Auto, mit seinen serienmäßig ausgestatteten 4 Rädern, die notwendige Stabilität geliefert habe, die notwendig war, um das Gleichgewicht zu halten.
Wäre der gute Mann nur nicht ausgestiegen, dann wären ihm wohl einige Schmerzen erspart geblieben.
2,6 Promille im Blut haben einen 48-jährigen Göttinger nicht davon abgehalten, sich ans Steuer seines Wagens zu setzen. Der Mann war am Sonnabend gegen 18.45 Uhr Zeugen aufgefallen, als er mit seinem Seat Leon auf einem Parkplatz an der Dransfelder Straße gegen einen Blumenkübel fuhr. Als der 48-Jährige ausstieg, um sich den Schaden anzusehen, so die Göttinger Polizei, sei der offenbar stark Alkoholisierte bäuchlings auf den Asphalt gestürzt. Eine Funkstreifen stellte den Mann dann kurz darauf auf der Kasseler Landstraße. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 2,6 Promille.
Quelle: göttinger-tageblatt.de

Man beißt sich eben so durch, welch ein Hundeleben...

Na wenigstens einer, der offensichtlich keine Schwierigkeiten bei diesem Einsatz gehabt hat.
Randalierer gehen auf Polizisten los
Koblenz: Erhebliche Mühe hatte die Koblenzer Polizei am frühen Sonntagmorgen mit Randalierern in der Altstadt. Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, musste Verstärkung angefordert werden. Einer der Rabauken machte Bekanntschaft mit einem Polizeihund: der biss zu. Mehr in der Montagaugabe der Koblenzer Rhein
Quelle: rhein-zeitung.de