Der Kollege Burhoff meint vollkommen zu recht, dass das, was man in dem hier veröffentlichten Protokoll lesen kann, für manch einen Beteiligten mehr als eng werden könne.
Interessant ist das nun aufgetauchte Protokoll, auch in Anbetracht der handschriftlichen Bemerkung des Planungsdezerneten Dresslers.
Aus dem Protokoll (welsches wohl ein Gespräch am 18.06.2010 der Veranstalter der Loveparade, der Stadt Duisburg und der Feuerwehr dokumentiert) geht nicht nur hervor, dass der Veranstalter - die Lopavent GmbH - u.a. in Person des Geschäftsführers Herrn Schaller, vernebelt von der eigenen Selbstüberschätzung und getrieben von Profitgier und Profilierungssucht, meinte alles richtig gemacht zu haben, sondern auch, dass ganz offensichtlich Herr Rabe - wohl im Auftrag von Herrn Sauerland - erheblich Druck gemacht haben muss, was die "Genehmigungsfähigkeit" der beantragten Veranstaltung anbelangt. Abzuwarten bleibt in diesem Zusammenhang auch, ob dies Ansatz eines weiteren Ermittlungsverfahrens sein wird.
Interessant ist das Protokoll aber auch insoweit, als dass es die Roll des Herrn Prof. Schreckenbergs (man könnte fast meinen, nomen est omen), in einem anderen Licht dastehen lässt.
Dieser hatte bereits kurz nach der Tragödie, durch, als durchaus zynisch zu wertende, Äußerungen nachhaltig und negativ auf sich aufmerksam gemacht. Seine, in dem hier veröffentlichen Interview, dargestellte Verantwortlichkeit, dürfte angesichts des oben erwähnten Protokolls nun aber möglicherweise ins Wanken gekommen sein.
Insgesamt fasst es der Kolleg Burhoff treffend zusammen, indem er seinen Post mit den Worten beschließt:
Wenn man es liest und damit das Geschehene in Verbindung bringt: Man fasst es nicht…
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