Wer die Pressekonferenz am Sonntag mitverfolgt hat, musste feststellen, dass keinerlei Antworten auf die drängenden Fragen gegeben worden sind. Es war offensichtlich, dass es sich hierbei nicht um eine Presse-, sondern um eine Panikkonferenz gehandelt hat. Ein Schlag ins Gesicht der Hinterbliebenen und Verletzten war sie.
Bei allem Verständnis dafür, dass sich alle beteiligten Personen, also Herr Sauerland, Herr Rabe von der Stadt Duisburg, Herr Schaller als Veranstalter und Herr von Schmeling als Polizeipräsident (vertretungsweise), zurück haltend verhalten haben - in Anbetracht der drohenden Geständnisfiktion ihrer Angaben -, ist es jedoch beschämend, dass nunmehr offensichtlich sein dürfte, dass sie alle gelogen haben. Dem kann nicht ansatzweise Verständnis entgegengebracht werden.
Ich erspare mir an dieser Stelle die Einzelheiten auszubreiten, sie sind offenkundig und wohl allseits bekannt. (u.a. hier nachzulesen)
Eine Farce, wie es der Stern zu recht bezeichnet, ist es jedoch, dass sich die Beteiligten die Schuld, wie einen Ping-Pong-Ball hin und her spielen.
Die Landesregierung von NRW, insbesondere Herr Jäger als Innenmister sollte aufpassen, dass er sich hieran nicht auch noch beteiligt. Er lies verlautbaren, dass die Verantwortung für die Katastrophe die Veranstalter treffe, wie bei focus-online zu lesen ist.
Zwar mag es aus verteidigungsstrategischen Gründen angezeigt sein, dass die Beteiligten bedacht sein sollten, was und wie sie etwas zum dem tragischen Unglück sagen. Dennoch bin ich der Meinung, dass insbesondere der profilneurotische Oberbürgermeister durchaus politisch die Verantwortung hätte übernehmen sollen, ohne das er hierdurch eine persönliche Schuld bereits jetzt eingestehen und damit ein "Geständnis" ablegen müsste. Aus Anstand und Respekt den Opfern gegenüber, wäre ein solcher Schritt jedoch erforderlich gewesen. Das hat Herr Sauerland bedauerlicherweise verpasst, auch wenn er, wovon ich überzeugt bin, relativ bald wohl zurücktreten werden wird.
Im Übrigen sollte auch Herr Rabe schleunigst seinen Hut nehmen.
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